background image

Anpassungsstrategien

Nachfolgend sind Anpassungsstrategien, Strategiepapiere, Konzepte und Studien aufgelistet, die in Europa, Deutschland und den deutschen Bundesländern veröffentlicht wurden. Da noch nicht für alle Bundesländern konkrete Anpassungsstrategien vorliegen, jedoch bereits Klimaschutzkonzepte entwickelt worden sind, werden auch die Strategien genannt, die sich vornehmlich mit Klimaschutz befassen. In vielen dieser Konzepte wird die notwendige Anpassung an den Klimawandel zumindest angesprochen oder auch schon erste Ansätze formuliert.

Anpassungs- und Klimaschutzstrategien

Europa

EU-Weißbuch zum Klimawandel: Nach dem Grünbuch aus dem Jahr 2007 hat die EU-Kommission im April 2009 das Weißbuch „Anpassung an den Klimawandel: Ein europäischer Aktionsrahmen“ (KOM/2009/0147 endg.) herausgegeben. Das Weißbuch sowie Hintergrundinformationen zur Klima- und Klimaanpassungspolitik auf europäischer Ebene sind unter dem oben genannten Link verfügbar.

Deutschland

Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel: Die im Dezember 2008 vom Bundeskabinett beschlossene Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel schafft einen Rahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels in Deutschland.

"Aktionsplan Anpassung" zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel: Der am 31. August 2011 beschlossene Aktionsplan unterlegt die in der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel genannten Ziele und Handlungsoptionen mit spezifischen Aktivitäten.

Positionspapier Anpassung an den Klimawandel - Empfehlungen und Maßnahmen an die Städte. Der Deutsche Städtetag hat vor kurzem das Positionspapier „Anpassung an den Klimawandel - Empfehlungen und Maßnahmen der Städte“ veröffentlicht. Es stellt Auswirkungen des Klimawandels und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel in Städten für die Bereiche Gesundheit, Katastrophenschutz, Stadtplanung, Städtebau, Stadtgrün, Mobilität und Verkehr sowie Wasser, Boden und Biotop- und Artenschutz dar.

Raumentwicklungsstrategien zum Klimawandel: Im neue MORO-Info zum KlimaMORO werden  beispielhafte Vorgehensweisen in den einzelnen Modellvorhaben vorgestellt, ergänzt durch Interviews mit den zuständigen Bearbeiterinnen oder Bearbeitern in den Modellregionen. Die MORO-Informationen 7/3 "Raumentwicklungsstrategien zum Klimawandel", Hrsg. BMVBS, Mai 2011 erhalten Sie als barrierefreien Download hier.

Querschnittsauswertung von Status-quo Aktivitäten der Länder und Regionen zum Klimawandel: Dieser Bericht stellt den aktuellen Stand der Raumordnung zur Bewältigung des Klimawandels in den Ländern und ausgewählten Planungsregionen dar. Er geht sowohl auf Maßnahmen zur Minderung des, als auch zur Anpassung an den Klimawandel ein. Die Darstellung basiert auf den Leitlinien, die die Ministerkonferenz für Raumordnung (MKRO) im "Handlungskonzept der Raumordnung zu Vermeidungs-, Minderungs- und Anpassungsstrategien im Hinblick auf die räumlichen Konsequenzen des Klimawandels" festgelegt hat. Die Ergebnisse beruhen zum einen auf der Auswertung verschiedener Literaturquellen, zum anderen auf einer zweistufigen Befragung der Raumordnungsstellen der Länder und ausgewählter Planungsregionen. Die Veröffentlichung liefert einen Überblick und eine systematische Einordnung der bestehenden Aktivitäten zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel von Ländern und Regionen und beschreibt, welche raumordnerischen Instrumente für Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel angewandt werden und ob diese für die komplexen Aufgaben ausreichen. Hier geht es zum Download der BMVBS-Online-Publikation 17/11, Hrsg.: BMVBS, August 2011.

Kulturlandschaften gestalten! Zum zukünftigen Umgang mit Transformationsprozessen in der Raum- und Landschaftsplanung: "Kulturlandschaften gestalten!" lautete das Motto der vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) und dem Bundesinstitut für Bauwesen, Stadt- und Raumforschung (BBSR) veranstalteten Tagung am 8./9. September 2010 in Erfurt. Vertreter beider Planungsdisziplinen hatten Gelegenheit zum Dialog über Kulturlandschaften und zum gemeinsamen Austausch über den Umgang mit Transformationsprozessen und dem Landschaftswandel in der Raum- und Landschaftsplanung gegeben. Fokussiert wurde vor allem, welche Prozesse unsere Landschaft verändern, ob sich der Landschaftswandel steuern lässt und mit welchen Qualitäten die Landschaften der Zukunft ausgestattet sein müssen. Hier geht es zum Download der Broschüre.

Integrierte Stadtquartiersentwicklung am Wasser: Wasserlagen gewinnen an Attraktivität für Freizeit, Wohnen und Arbeiten. Dem stehen diverse ökologische, wasserwirtschaftliche und verkehrliche Ansprüche gegenüber.Diese komplexen Zusammenhänge waren Gegenstand des Ressortforschungsprojekts „Integrierte Stadtquartiersentwicklung am Wasser“. Damit sollte zum einen der Stellenwert von Stadtentwicklungen am Wasser geklärt werden. Zum anderen wurde der Stand der städtebaulichen Planung und Praxis zahlreicher Fallbeispiele aus dem Bundesgebiet aufbereitet. Eine Arbeitsgemeinschaft aus Machleidt + Partner – Büro für Städtebau, Becker Giseke Mohren Richard – bgmr Landschaftsarchitekten und Ifs Institut für Stadtforschung und Strukturpolitik hat das Forschungsprojekt durchgeführt. (BMVBS - Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (Hrsg.) (2011): Integrierte Stadtquartiersentwicklung am Wasser. Werkstatt: Praxis Heft 77. Berlin)

StadtKlima - Kommunale Strategien und Potenziale zum Klimawandel: Die Folgen des Klimawandels betreffen vor allem städtische Räume. Gebäude, Quartiere und ganze Städte reagieren besonders sensibel auf die absehbaren Veränderungen des Klimas - etwa auf ausgedehnte Hitzeperioden, starke Unwetter oder Hochwasser. Die Konsequenz: Städte müssen sich schon jetzt auf den Klimawandel vorbereiten. Notwendig sind dafür Strategien, die verschiedene Bereiche einbeziehen und auf die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure bauen. Die Modellvorhaben des Forschungsfeldes zeigen, wie dies gelingen kann. Zwischenergebnisse werden Projekt begleitend in der Schriftenreihe "ExWoSt-Informationen" veröffentlicht.

Energiegenossenschaften als regionale Antwort auf den Klimawandel: Die Energiewende zur verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien und Potenzialausschöpfung im Bereich Energieeffizienz wird von einer großen Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger befürwortet und getragen. So lebt der Ausbau der erneuerbaren Energien vom finanziellen Engagement von Privatpersonen für das ein politisch gesellschaftliches Engagement im Sinne einer Akzeptanz der Energiewende Voraussetzung ist. Gleichzeitig aber muss die Umgestaltung der Versorgungslandschaft vor Ort nicht nur von den Bürgerinnen und Bürgern akzeptiert, sondern möglichst auch praktisch mitgestaltet werden. Die Bürger sind deshalb nicht nur in ihrer Rolle als Energiekonsumenten, d. h. als umwelt- und klimaschutzbewusste Konsumenten, sondern auch als aktive Energieerzeuger, Investoren, Projektträger und Promotoren für erneuerbare Energien und Energieeffizienz gefragt.

Analyse des Bundesnaturschutzgesetzes im Hinblick auf Anpassungsstrategien an den Klimawandel: Das Ziel des BNatSchG ist der Schutz der in § 1 genannten Handlungsgegenstände – biologische Vielfalt, Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts sowie Vielfalt, Eigenart und Schönheit und des Erholungswertes von Natur und Landschaft. Diese Regelungen begründen, warum es sich der Gesetzgeber zur Aufgabe gemacht hat, Normen über den Schutz, die Pflege, die Entwicklung und ggf. Wiederherstellung von Natur und Landschaft zu erlassen und wie diese umzusetzen sind. Daraus ergibt sich der Handlungsrahmen für das gesamte Bundesnaturschutzgesetz. Es ist daher zu analysieren, inwieweit sich die aus naturschutzfachlicher Sicht notwendigen Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel durch § 1 begründen lassen.

Bundesländer

Baden-Württemberg: Der 2005 veröffentlichte Bericht "Klimawandel - Auswirkungen, Risiken, Anpassung. Analyse spezifischer Verwundbarkeiten und Handlungsoptionen im Land Baden-Württemberg" stellt die Auswirkungen des Klimawandels in Baden-Württemberg und die Vulnerabilität der einzelnen Sektoren dar. Aus umfangreichen Analysen werden Erfordernisse zur Anpassung abgeleitet. Der Ministerrat hat das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr beauftragt, das Klimaschutzkonzept des Landes fortzuschreiben und insbesondere Vorschläge zu unterbreiten, wie das Land den wachsenden Anforderungen an die Reduktion der Emission von Klimagasen bis zum Jahr 2020 und darüber hinaus wirksam begegnen kann. Insgesamt sieben Sektoren wurden bei der Ausarbeitung des neuen Klimaschutzkonzepts 2020PLUS näher untersucht, wie u. a. der zentrale Sektor der Energieversorgung.

Klima 2040 Mittlerer Oberrhein/Nordschwarzwald „Klimadokument (2011) - Spektrum möglicher klimatischer Veränderungen in der Region bis 2040 in den Bereichen Temperatur, Luftbewegung, Luftfeuchte/-druck, Niederschlag und Strahlung.

Die Planungshinweiskarte Klimaökologie von 2011 gibt einen Überblick über die bioklimatische Bedeutung verschiedener Grün- und Freiflächen, bioklimatische Belastungen verschiedener Siedlungsräume und über den Luftaustausch der Regionen Nordschwarzwald und Oberrhein.

Der Vulnerabilitätsbericht der Region Stuttgart von 2011 stellt eine umfassende Bestandsaufnahme möglicher Klimafolgen aus unterschiedlicher sektoraler Perspektive dar. Dieser Bericht soll sensibilisieren, neben den wichtigen Aufgaben des Klimaschutzes die Klimafolgenanpassung als wichtige Aufgabe regionaler und kommunaler Entwicklungspolitik zu verstehen und zu etablieren. Aufgezeigt werden Handlungsansätze, wie die Politik aber auch die Zivilgesellschaft auf die Herausforderungen reagieren kann.

Das Land Baden-Württemberg entwickelt derzeit eine eigene Anpassungsstrategie an den Klimawandel. Dabei soll für verschiedene Handlungsfelder die Verwundbarkeit gegenüber dem Klimawandel aufgezeigt und ein Handlungsrahmen mit Zielen und Umsetzungsstrukturen für Klimaanpassungsmaßnahmen geschaffen werden, welcher auf die speziellen Bedingungen und Bedürfnisse des Landes abgestimmt ist. Für die Erstellung der Strategie soll eine enge Zusammenarbeit zwischen Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Öffentlichkeit stattfinden.

Bayern: Das „Klimaprogramm Bayern 2020“ ergänzt die Maßnahmen von EU und Bund auf Länderebene. Die Klimafolgen werden dargestellt und mögliche Anpassungsmaßnahmen vorgestellt. Das Ziel ist die Reduzierung der Treibhausgase, die Anpassung an Auswirkungen des Klimawandels und die Schaffung einer grundlegenden Datenbasis für die Entwicklung weiterer strategischer Maßnahmen. Mit der Bayerischen Klima-Anpassungsstrategie (BayKLAS) stellt die Bayerische Staatsregierung sowohl Handlungsmöglichkeiten als auch konkrete Maßnahmen vor, mit denen auf die Folgen des Klimawandels zum Schutz von Mensch und Umwelt rasch und Ziel führend reagiert werden kann. Das Konzept wurde zusammen mit dem Klimarat des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit entwickelt, der seit April 2007 die Bayerische Staatsregierung in ihrer Klimapolitik berät.

Im Rahmen des Modellvorhabens der Raumordnung (MORO) „Raumentwicklungsstrategien zum Klimawandel“ (KLIMA MORO) wurden 2011 in dem Modellraum Landkreis Neumarkt i.d.OPf. raumplanerische Strategien und Maßnahmen zum Klimaschutz und insbesondere zur Anpassung an den Klimawandel für drei Themen- bzw. Handlungsfelder Energie, Siedlungs- und Infrastruktur sowie Land- und Forstwirtschaft entwickelt.

Ein neuer Leitfaden des Projektes „Klimafolgen und Anpassungsstrategien“ stellt Klimafolgen und Anpassungsstrategien für Unternehmen in Bayern vor. Er soll die bayerische Wirtschaft dabei unterstützen, den Herausforderungen des Klimawandels aktiv zu begegnen und gestärkt aus dem Prozess der Umweltveränderungen hervorgehen zu können. Dafür zeigt der Leitfaden sowohl Chancen als auch Risiken auf und behandelt exemplarisch den Tourismus, Verkehrsunternehmen und die Energiewirtschaft. Zur Erarbeitung wurden sowohl Ergebnissen der Projekte „Glowa-Danube“ und KLIWA als auch Workshops und Interviews mit Unternehmensvertretern herangezogen.

Klimaanpassungsstrategie der Stadt Nürnberg: In Zusammenarbeit mit dem BMVBS und dem BBSR haben neun deutsche Städte und Gemeinden Handlungs- und Anpassungsstrategien für den Klimawandel entwickelt. Im Rahmen des Projekts „Urbane Strategien zum Klimawandel“ hat nun die Stadt Nürnberg ein Handbuch zur Klimaanpassung herausgegeben.

Berlin: Das Landesenergieprogramm (LEP) 2006-2010 wurde am 18. Juni 2006 vom Berliner Senat beschlossen. Es ist das aktuelle Klimaschutzprogramm Berlins und enthält Ziele und Maßnahmen zur Einsparung von Energie, zur Umweltentlastung und zur nachhaltigen Entwicklung bei den Energieträgern.

Brandenburg: Der PIK-Report No. 83 “Studie zur klimatischen Entwicklung im Land Brandenburg bis 2055 und deren Auswirkungen auf den Wasserhaushalt, die Forst- und Landwirtschaft sowie die Ableitung erster Perpektiven” untersucht die Klimafolgen für die Umwelt, die Land- und Forstwirtschaft Brandenburgs und zeigt Anpassungsmöglichkeiten auf.

Regionale Anpassung des Naturschutzes an den Klimawandel in Brandeburg: Eine aktuelle Publikation der HNEE (Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde) behandelt Strategien und methodische Ansätze zur Erhaltung der Biodiversität und von Ökosystemdienstleistungen in Brandenburg. Die Inhalte richten sich insbesondere an Praktiker und Entscheidungsträger des Naturschutzes in Brandenburg. Das Buch ist kostenlos als PDF oder Printversion verfügbar.

Bremen: Das Klimaschutzkonzept Bremen setzt sich mit den verkehrsbedingten Kohlenstoffdioxid-Emissionen auseinander und untersucht die Veränderungen der Emissionen zwischen den Jahren 2005 und 2010.

Hamburg: Hamburgs Aktivitäten im Klimaschutz werden weiter ausgebaut. Zu diesem Zweck hat der Senat das Hamburger Klimaschutzkonzept im Dezember 2009 erneut weiterentwickelt bzw. fortgeschrieben. Es besteht aus rund 360 Einzelprojekten, den Rahmenbedingungen, Handlungsfelder und Instrumente von 2007 bis 2012.

Hessen: Der 2007 veröffentlichte Aktionsplan Klimaschutz stellt für die Hessische Landesregierung ein hilfreiches Instrument zur regionalen Anpassung an die Folgen des Klimawandels und zur Reduktion der CO2-Emissionen dar. Der Aktionsplan fasst die kurz- und mittelfristigen Forschungsschwerpunkte und –programme zusammen. Die Grundlage für den Aktionsplan war das Klimaschutzkonzept Hessen 2012, welches Maßnahmen für den Klimaschutz auf der Landesebene benennt. Des Weiteren wurde das Integrierte Klimaschutzprogramm 2012, Hessen (INKLIM) aufgestellt. Es sichert die fachlichen Grundlagen bis 2012 und enthält Handlungsansätze zur Reduktion der Treibhausgasemissionen. Das Integrierte Klimaschutzprogramm bildet die wissenschaftliche Basis für das hessische Klimaschutzkonzept.

Ziel der Projektarbeit, des Modellvorhabens der Raumordnung zur Klimaanpassung in Mittel- und Südhessen (Klamis), war 2009 die Erarbeitung raumbezogener Entwicklungsstrategien für den Biotopverbund im Grünland unter Berücksichtigung des Klimawandels.

Evaluierung klimarelevanter Themen in den Regionalplänen Mittel- und Südhessen sowie in
dem Regionalen Flächennutzungsplan Frankfurt/ Rhein-Main (2011)
. Die Analysierung und Evaluierung findet hinsichtlich der Grundlagendaten und deren Umsetzung in den Plänen, der vergleichenden Betrachtung der drei Pläne und der Belastbarkeit der Daten statt.

Kommunen im Klimawandel – Wege zur Anpassung (2011): Die Handlungsempfehlungen sollen einen ersten Schritt auf dem Weg zur klimaangepassten hessischen Kommune darstellen.

Mecklenburg-Vorpommern: Die Landesregierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern veröffentlichte 1997 erstmals ein Klimaschutzkonzept und etablierte zeitlgeich die Förderrichtlinie Klimaschutz. Die Förderrichtlinie wird stetig aktualisiert und fortgeschrieben. Die erste Fortschreibung im Jahr 2005 mündete in einen Aktionsplan Klimaschutz der nun bereits in der dritten Fortschreibung vorliegt. Der Aktionsplan Klimaschutz Mecklenburg-Vorpommern 2010 stellt ein dynamisches Instrument dar, welches Projekte auf regionaler, kommunaler und privatwirtschaftlicher Ebene anregen, erfassen und publizieren soll. 

Im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung legt der Regionale Planungsverband Vorpommern nach Abschluss der Projektphase von 2009 bis 2011 eine räumliche Strategie für die regionale Bewältigung des Klimawandels vor. Die Strategie setzt auf eine öffentlichkeitswirksame Kombination von Anpassungsmaßnahmen und Maßnahmen des Klimaschutzes.

Niedersachsen: Das 2009 vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt und Klimaschutz herausgegebene Strukturpapier "Der Klimawandel als Herausforderung für Staat und Gesellschaft" soll die zu erwartenden Folgen in Niedersachsen und die Möglichkeiten einer Anpassungsstrategie aufzeigen. Im Juni 2010 wurden der Landesregierung die "Hanse-Thesen" überreicht, die Anstöße zur weiteren Arbeit, insbesondere für die Formulierung eines umfassenden Klimaprogrammes der Landesregierung im Jahr 2012 geben sollen.

Am 4. Juli 2012 hat die Regierungskommission Klimaschutz ihre „Empfehlung für eine niedersächsische Strategie zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ an die Landesregierung übergeben. Die im Jahr 2008 von der Landesregierung eingerichtete Kommission hat seit Anfang 2009 eine systematische Untersuchung der potenziellen Auswirkungen des Klimawandels für Niedersachsen durchgeführt und dabei mehr als 500 einzelne Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel erarbeitet. Weiterhin hat sie bereits im Februar dieses Jahres ihre Empfehlungen für eine niedersächsische Klimaschutzstrategie übergeben.

Nordrhein-Westfalen: Mit der vorliegenden Strategie zur Anpassung an den Klimawandel bietet die Landesregierung den Akteuren in Wirtschaft, Gesellschaft und öffentlichen Einrichtungen spezifische Informationen im Sinne einer Gemeinwohlvorsorge. Frühzeitiges Handeln ist jedoch nicht nur unter Vorsorgegesichtspunkten gegenüber Mensch und Natur sinnvoll und notwendig, sondern lohnt sich auch aus betriebswirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Gründen.

Aufbauend auf einem Fachbericht des Landesumweltamtes LANUV hat das NRW-Klimaschutzministerium eine Broschüre zum Thema „Klimawandel in Nordrhein-Westfalen. Wie das Klima NRW verändert“ herausgegeben.

Parallel hat die Landwirtschaftskammer NRW eine 36-seitige Broschüre veröffentlicht, welche die bisher erkennbaren Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft in NRW beschreibt und Empfehlungen für eine angepasste Landwirtschaft vorstellt. In der Broschüre werden nicht nur Risiken und mögliche Schäden, sondern auch Chancen, die sich aus höheren Temperaturen und verlängerten Vegetationsperioden ergeben können, dargestellt.

Rheinland-Pfalz: Der 2007 erschienene Klimabericht stellt den Klimawandel und die Auswirkungen in Rheinland-Pfalz dar. Des Weiteren werden die konkreten Folgen auf spezifische Sektoren erläutert und Anpassungsoptionen formuliert. 

Sachsen: Der Bericht "Klimawandel in Sachsen. Sachstand und Ausblick 2005" gibt einen Überblick über die Entwicklung des Klimas in Sachsen und die Auswirkungen auf betroffene Sektoren. Zusätzlich werden Handlungsoptionen für eine Anpassung vorgestellt.

Vulnerabilitätsanalyse Westsachen (2011) - Themenfelder Hitzebelastungen, Starkregen, Hochwasser, Verringerung des sommerlichen Wasserdargebots, Klimaveränderungen und Kulturlandschaft.

Das Projekt KLIMAfit erstellte 2011 Handlungsempfehlungen für die Praxis in der Planungsregion Oberes Elbtal/ Ostererzgebirge. Das Ziel ist die Formulierung einer Umsetzungsstrategie, mit der Lösungen für die Umsetzung formeller Instrumente aufgezeigt werden sollen. Zudem sollen Lösungen für die Koordination formeller und informeller Instrumente entwickelt werden.

Sachsen-Anhalt: Der Zwischenbericht der ressort- und fachübergreifenden Arbeitsgruppe „Klimawandel in Sachsen-Anhalt“ erläutert die Klimaprojektionen für das Bundesland Sachsen-Anhalt. Die Arbeitsgruppe stellt in dem Papier abgeschlossene und laufende Projekte zum Thema vor, zeigt den Handlungsbedarf auf und gibt Handlungsoptionen. Die vom Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Sachsen-Anhalt in Auftrag gegebene Studie des PIK "Klimawandel in Sachsen-Anhalt - Verletzlichkeiten gegenüber den Folgen des Klimawandels" ist bestrebt, die Wissensbasis hinsichtlich der Verletzlichkeiten spezifischer Sektoren in Sachsen-Anhalt gegenüber den Folgen des Klimawandels zu verbreitern.

Saarland: Das Saarländische Klimaschutzkonzept 2008-2013 - Klima schützen - die Klimafolgen bewältigen. Das Klimaschutzkonzept der saarländischen Landesregierung knüpft an die Gestaltungsmöglichkeiten an, die das Saarland als Bundesland im föderalen System der Bundesrepublik Deutschland hat. Das Saarland unterstüzt die Bundesregierung grundsätzlich in ihrem Ziel, die nationalen Treibhausgasemissionen bis 2020, bezogen auf das Basisjahr 1990, um 40 Prozent zu reduzieren.

Schleswig-Holstein: Das Klimaschutzprogramm 2009 der Landesregierung umfasst den politischen Rahmen der Klimaschutzpolitik und Anpassung an den Klimawandel, Ziele, Prognosen und Indikatoren der Klimaschutz- und Energiepolitik sowie die einzelnen Handlungsfelder des Klimaschutzes. 

Thüringen: Das Thüringer Klima- und Anpassungsprogramm zeigt den Klimawandel und seine Folgen global, national und regional für Thüringen auf. Darüber hinaus enthält es Anpassungsoptionen für verschiedene Sektoren u.a. aus der Raumordnung und Landesplanung.