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Landesebene

Forschungsplattform Klimawandel - Forschungskompetenzen nutzen, Klimawandel gestalten

Brandenburg muss seine besonderen Potenziale in Forschung und Wirtschaft sowie seine naturräumliche und agrarstrukturelle Ausstattung nutzen, um sich den Herausforderungen des Klimawandels zu stellen und Lösungen für die Energieversorgung der Zukunft zu entwickeln. Unter Einbindung der maßgeblichen Akteure in Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung wurde zu diesem Zweck die Forschungsplattform Klimawandel ins Leben gerufen. Ziel dieser Initiative ist es, die an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen vorhandene Expertise besser zu vernetzen, die Nachwuchsförderung zu koordinieren und zu stärken, die Wettbewerbsfähigkeit von Forschung und Technologieentwicklung und die Attraktivität des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorts nachhaltig zu steigern sowie den Raum Brandenburg-Berlin als Modellregion für das wissenschaftliche Verständnis und den Umgang mit den Folgen des Klimawandels im nationalen und internationalen Kontext zu platzieren.

Federführende Institution / Lead Partner: 
GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ Potsdam), Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)
Weitere beteiligte Institutionen: 
Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI); Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ); Brandenburgische Technische Universität Cottbus (BTU); Fachhochschule Brandenburg (FHB); Fachhochschule Lausitz (FHL); Fachhochschule Potsdam (FHP); Freie Universität Berlin (FUB); Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH) (HNE), ehemals Fachhochschule Eberswalde (FHE); Humboldt-Universität zu Berlin (HUB); Technische Hochschule Wildau (FH) (TH Wildau), ehemals Technische Fachhochschule Wildau (TFH); Universität Potsdam (UP); Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik (IBMT); Astrophysikalisches Institut Potsdam (AIP); Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim (ATB) e.V.; Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) im Forschungsverbund Berlin e. V.; Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau Großbeeren/Erfurt (IGZ) e.V.; Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS); Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) e. V.; Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V., Müncheberg; Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung (MPI-KG); Deutscher Wetterdienst (DWD); Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde (LFE); Industrie- und Handelskammer Potsdam
Ansprechpartner: 
Dr. Markus J. Schwab (Deutsches GeoForschungsZentrum), Tel.: 0331/2881002, E-Mail: mschwab@gfz-potsdam.de; Dr. Christine Bounama (Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung e.V.), Tel.: 0331/2882695, E-Mail: Bounama@pik-potsdam.de

GLOWA-Elbe - Auswirkungen des globalen Wandels auf Umwelt und Gesellschaft im Elbegebiet

Das Projekt GLOWA-Elbe ist ein Teilvorhaben des Projekts "Globaler Wandel des Wasserkreislaufes" (GLOWA). Übergeordnetes Ziel von GLOWA ist die Entwicklung von Entscheidungsunterstützungssystemen (DSS), die ein nachhaltiges Management der lebensnotwendigen Ressource Wasser ermöglichen sollen. Dabei sollen wissenschaftlich fundierte, integrative Strategien zur Sicherstellung der Verfügbarkeit, der Qualität und der Verteilung der Ressource Wasser erarbeitet werden. Berücksichtigt werden globale ökosystemare Zusammenhänge und sozioökonomische Rahmenbedingungen. Im Rahmen von Fallstudien sollen schwerpunktmäßig die Themenkomplexe Klima- und Niederschlagsvariabilität, Einflüsse der Wechselwirkung zwischen Biosphäre und Landnutzung auf den Wasserhaushalt sowie Wasserverfügbarkeit und Nutzungskonflikte behandelt werden.

Federführende Institution / Lead Partner: 
Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)
Weitere beteiligte Institutionen: 
Brandenburgische Technische Universität (BTU), Fak. Umweltwissenschaften und Verfahrenstechnik, LS für Hydrologie und Wasserwirtschaft; Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG); Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW); Forschungszentrum Jülich (FZJ); Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung (ISI); Institut für ländliche Räume, Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FALLR); Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB); Technische Universität (TU) Berlin; Institut für Landschaftsarchitektur- und Umweltplanung, FG Vergleichende Landschaftsökonomie, Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (IAMO); Umweltforschungszentrum (UFZ) Leipzig-Halle GmbH, Department Ökonomie; Vrije Universität Amsterdam (VUA); WASY Gesellschaft für wasserwirtschaftliche Planung und Systemforschung mbH Berlin; Zentrum für Agrarlandschafts- und Landnutzungsforschung e.V. (ZALF), Institut für Landschaftswasserhaushalt
Laufzeit: 
01.01.2000 - 31.12.2010
Ansprechpartner: 
Dipl.-Ing. Peggy Gräfe (PIK), Tel.: 0331/2882665, E-Mail: Graefe@pik-potsdam.de

Wassersensible Stadtentwicklung - Maßnahmen für die nachhaltige Anpassung der regionalen Siedlungswasserwirtschaft an Klimatrends und Extremwetter

Städtische Nutzungen und Infrastrukturen werden infolge des Klimawandels zunehmend durch Starkregen sowie durch lang andauernde Trockenperioden beeinträchtigt. Überschwemmungen und die Überlastung von Kanalnetzen gefährden neben den hygienischen Bedingungen in den Siedlungen auch den Umweltschutz sowie den Betrieb von Infrastrukturnetzen. Diese Problemlagen werden sich nach einschlägigen Prognosen zunehmend ver-schärfen und durch weitere Entwicklungen überlagert, wie z. B. den demographischen und den wirtschaftsräumlichen Strukturwandel.
Die Notwendigkeit, Siedlungen an zunehmende Starkregenereignisse und Dürreperioden anzupassen, wird die Aufgaben der Stadtentwicklung immer mehr bestimmen. Allerdings nehmen wasserwirtschaftliche Belange in der Planungspraxis bisher einen untergeordneten Stellenwert ein. Die Auswirkungen der Stadtplanung auf wasserwirtschaftliche Fachplanungen werden zwar in den gesetzlich vorgeschriebenen Verfahren untersucht, führen jedoch in den meisten Fällen lediglich zu einer nachträglichen Anpassung der Planungskonzepte. Im Hinblick auf die zu erwartenden Folgen des Klimawandels ist es notwendig, dass die Wasserbelange bzw. die Auswirkungen von Starkregen und Dürreperioden auf Raumnutzungen künftig in einem frühzeitigen Stadium der Planungsprozesse berücksichtigt werden.Ziel des Forschungsprojektes ist es zu klären, mit welchen Maßnahmen eine wassersensible Stadtentwicklung vor dem Hintergrund finanzieller Restriktionen und der Unsicherheiten klimatischer Szenarien gelingen kann und welche Rahmenbedingungen zur Umsetzung und Akzeptanz der Maßnahmen auf lokaler Ebene geschaffen werden müssen.

Federführende Institution / Lead Partner: 
RWTH Aachen, Institut für Siedlungswasserwirtschaft
Weitere beteiligte Institutionen: 
RWTH Aachen, Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr; Ruhruniversität Bochum, AG für Kognitions- und Umweltpsychologie; Universität Duisburg-Essen, Fak. Ingenieurwiss., Studiengang Landschaftsarchitektur
Laufzeit: 
01. April 2008 bis 30. Juni 2010
Ansprechpartner: 
Dipl.-Ing. Marko Siekmann (RWTH Aachen, Institut für Siedlungswasserwirtschaft), Tel.: 0241/80 25209, E-mail: siekmann@isa.rwth-aachen.de

KLIMZUG-Nord

Der Schwerpunkt von KLIMZUG-NORD liegt auf der Entwicklung von Techniken und Methoden zur Minderung der Klimafolgen und der Anpassung von Gesellschaft und Ökonomie an die erhöhten Risiken durch den Klimawandel.
Das Projekt verfolgt eine Verbindung von naturwissenschaftlichem, ökonomischem und technologischem Fachwissen. Politische, administrative, wissenschaftliche und privatwirtschaftliche Akteure schließen sich zu einem Klimaverbund zusammen, um den Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik mit dem Ziel zu verstärken, gemeinsam die Folgen des Klimawandels und konkrete Schwerpunkte des Handelns für die Metropolregion bis zum Zeithorizont 2050 aufzuzeigen.
Das KLIMZUG-NORD Netzwerk stellt sich folgende Aufgaben:

1. Entwicklung bzw. Weiterentwicklung von Techniken, Methoden und Planungsverfahren zur Abwehr und Minderung von Klimafolgen.
2. Entwicklung von Strategien und Konzepten, mit denen diese Methoden in die regionalen Planungs- und Entwicklungsprozesse eingebunden werden können.
3. Darstellung der Kosten, der Wirksamkeit und der Effizienz dieser Strategien und von Konzepten für Zivilgesellschaft, Umwelt und Wirtschaft.
4. Durch den intensiveren Dialog mit Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit soll die Bereitschaft zur Anwendung der Techniken und Planungsmethoden gefördert werden.
5. Erstellung des Masterplans Klimafolgen-Management in der Metropolregion Hamburg für den Zeithorizont 2050.

Federführende Institution / Lead Partner: 
TU-Tech Innovation, Hamburg
Weitere beteiligte Institutionen: 
80 Universitäten, Forschungseinrichtungen, Behörden und Unternehmen in der Metropolregion Hamburg
Laufzeit: 
April 2009 bis März 2014
Ansprechpartner: 
Jürgen Becker (TuTech), Tel.: 040/76629-6342, E-mail: becker@tutech.de

KLIFF-IMPLAN - Implementierung von Ergebnissen aus "KLIFF" (Klimafolgenforschung - Szenarien für die Klimaanpassung) in der räumlichen Planung in Niedersachsen

Das Projekt IMPLAN ist ein Teilprojekt des vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur aus Mitteln der Stiftung Volkswagenwerk geförderten Forschungsverbundes KLIFF - Klimafolgenforschung Szenarien für die Klimaanpassung. In KLIFF arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 21 Universitäten und Forschungseinrichtungen. Koordiniert wird der KLIFF-Verbund vom Forschungszentrum Waldökosysteme an der Universität Göttingen.

Die Auswirkungen des Klimawandels weisen regionale Bezüge mit entsprechenden Konsequenzen für die räumliche Planung auf. Eine rechtzeitige raum- und flächenbezogene Anpassung an den Klimawandel kann Gefahrensituationen entschärfen, das Schadenspotential reduzieren und somit die volkswirtschaftlichen Kosten des Klimawandels und die Belastungen für Mensch und Umwelt verringern. IMPLAN ist daher in erster Linie als Dienstleistung für die Planungspraxis, insbesondere die niedersächsische Regionalplanung, angelegt und handlungs- und umsetzungsorientiert. IMPLAN hat zum Ziel, eine wirksame Implementierung der Ergebnisse von allen relevanten KLIFF-Projekten in die Planungspraxis zu gewährleisten und somit die Umsetzung von regionalen Anpassungsstrategien zu ermöglichen. Dies geschieht durch Vorschläge und Anregung konkreter Umsetzungsprozesse in der Modellregion Hannover und durch den Aufbau einer internetbasierten Vernetzungsplattform zwischen Wissenschaft und Praxis. Durch Bestandsaufnahme möglicher Auswirkungen des Klimawandels und Inventarisierung der Instrumente der Raumordnung wird zunächst eine Gefährdungsanalyse für Niedersachsen durchgeführt. Darauf folgt der Aufbau eines IMPLAN-Arbeitsnetzwerks durch Vernetzung von KLIFF-Experten mit Praktikern aus verschiedenen Fachplanungen in einer IMPLAN-AG. Die Entwicklung von Anpassungsmaßnahmen wird durch Transferforschung und Austausch mit der Praxis erreicht.

Federführende Institution / Lead Partner: 
Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL), Hannover
Weitere beteiligte Institutionen: 
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Institut für Biologie und Umweltwissenschaften, Arbeitsgruppe Raumplanung und die Region Hannover, Dezernat für Umwelt, Planung und Bauen
Laufzeit: 
Januar 2009 bis Dezember 2013
Ansprechpartner: 
Dipl.-Geogr. Enke Franck (ARL), Tel.: 0511/34842-47, E-mail: Franck@arl-net.de

INKA BB - Innovationsnetzwerk Klimaanpassung Brandenburg Berlin

Bereits heute machen sich der Klimawandel und Extremwetterlagen (z.B. Starkregen, Stürme, Dürre-, Hitze-, Frostperioden) in der Region Berlin Brandenburg deutlich bemerkbar. Auf Grund der vergleichs- weise geringen Jahresniederschläge (557 mm, Deutschland ca. 789 mm), eines hohen Gewässeranteils (2,3 % der Fläche) und der Dominanz sandiger Böden mit geringer Speicherkapazität ist die Region Brandenburg besonders anfällig gegenüber lang anhaltenden Hitze- und Trockenperioden und damit einhergehender Wasserknappheit. Auch der Ballungsraum Berlin unterliegt den Auswirkungen des Klimawandels. So ist hier die Aufheizung der Stadt während Hitzeperioden und die kurzfristige Verschlechterung der Qualität städtischer Gewässer durch Starkregenereignisse zu befürchten. Vor diesem Hintergrund ist es das gemeinsame Ziel der Projektpartner in INKA BB, die Nachhaltigkeit der Land- und Wassernutzung sowie des Gesundheitsmanagements in der Region unter veränderten Klimabedingungen zu sichern. Dazu wird die strategische Anpassungsfähigkeit von Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung an den sich abzeichnenden Klimawandel gefördert. Konkret setzt sich INKA BB das Ziel, Unter¬neh¬mer und deren Interessenvertretungen sowie politisch-administrative Entscheidungsträger in die Lage zu versetzen, innovativ mit klimawandelbedingten Chancen und Risiken der Landnutzung und des Wasser- und Gesundheitsmanagements umzugehen, geeignete Anpassungsstrategien in der Kooperation von Wissenschaft und Praxis zu entwickeln und dauerhaft zu implementieren sowie erprobte Anpassungsstrategien politisch administrativ oder institutionell zu unterstützen.

Federführende Institution / Lead Partner: 
Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V.
Weitere beteiligte Institutionen: 
Die fachliche und organisatorische Begleitung der einzelnen KLIMZUG-Projekte und somit auch von INKA BB erfolgt durch die SGA und das IW Köln. Projektträger im Auftrag des BMBF ist der Projektträger im DLR.
Ansprechpartner: 
Dr. Andrea Knierim, E-mail: knierim@zalf.de & Verena Toussaint, E-mail: vtoussaint@zalf.de

DISFLOOD - Disaster Information System for Large-Scale Flood Events Using Earth Observation

Im DISFLOOD Projekt wurde mit Hilfe von aktuellen Methoden der Fernerkundung, Modellierung und der Einbeziehung von sozioökonomischen Daten ein Hochwasser-Informationssystem für große Flusseinzugsgebiete in Deutschland entwickelt. Damit soll eine schnellere Gefährdungs- und Schadensabschätzung gewährleistet sowie die Erhöhung der öffentlichen Aufmerksamkeit und die Unterstützung von politischen Entscheidungsträgern erreicht werden.
Hierbei beteiligte sich das DLR mit dem Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation durch seine Kompetenzen im Bereich Fernerkundung, Notfallkartierung und Katastrophenmonitoring, während das GFZ mit der Abteilung Ingenieurhydrologie seine Expertise im Bereich der hydrologischen und hydraulischen Prozessmodellierung beisteuerte. UNU-EHS stellte für DISFLOOD das Expertenwissen zur Vulnerabilitäts- und Gefährdungsbeurteilung unter anthropogenen Gesichtspunkten zur Verfügung.
Das Informationssystem wurde in Form eines interaktiven WebGIS realisiert und steht auf der Homepage des Projektes zur Verfügung.

Federführende Institution / Lead Partner: 
United Nations University, Institute for Environment and Human Security (UNU-EHS)
Weitere beteiligte Institutionen: 
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR); GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ); Institute for Environment and Human Security, United Nations University (UNU-EHS)
Laufzeit: 
2005 bis 2008
Ansprechpartner: 
Dr. Jörn Birkmann (UNU-EHS), Tel.: 0228/ 815 0208, E-mail: birkmann@ehs.unu.edu
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