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Institutionen

Auf dieser Seite finden Sie eine Kurzvorstellung einer Auswahl von Einrichtungen, die für den Umgang mit dem Klimawandel in Raumwissenschaft und Raumplanung relevant sind und wichtige Informationsquellen zum Thema bieten (kein Anspruch auf Vollständigkeit):

Deutschland

Behörden

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU): Auf der Website des BMU stehen umfangreiche Informationen u.a. zur Klimaschutzpolitik des Bundes zur Verfügung. Ebenfalls finden sich hier Hintergrundinformationen zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel, die im Dezember 2008 von der Bundesregierung verabschiedet wurde.

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF): Zu den vielfältigen Aufgaben des BMBF gehört neben dem Bereich der außerschulischen beruflichen Bildung und der Ausbildungsförderung, die Förderung der Forschung mit finanziellen Mitteln. Aktuell laufen am BMBF mehrere Forschungsprogramme zum Thema Klimawandel, u.a. das Vorhaben KLIMZUG mit seinen Projekten.

Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS): Das BMVBS ist das für Raumordnung zuständige Ministerium in Deutschland. Es hält die Zuständigkeiten für Verkehr- und Bauinfrastrukturen inne und ist das wichtigste Investitionsressort des Bundes. Die Abteilung Raumordnung, Stadtentwicklung, Wohnen regelt u.a die Raumordnung in Deutschland auf Bundesebene. Zahlreiche für die Raumordnung relevante Programme unterliegen diesem Ministerium. 

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR): im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR): Als Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) berät das BBSR die Bundesregierung bei Aufgaben der Stadt- und Raumentwicklung sowie des Wohnungs-, Immobilien- und Bauwesens. Wichtige Aktivitäten zum Thema Klimawandel laufen derzeit in den Programmen „Modellvorhaben der Raumordnung“ und „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt)“.

 

Klimabüros

Klimabüro für Polargebiete und Meeresspiegelanstieg: Das Klimabüro für Polargebiete und Meeresspiegelanstieg beschäftigt sich vor allem mit dem Klimawandel in den Polarregionen und fokussiert dabei vor allem den Meeresspiegelanstieg.

Mitteldeutsches Klimabüro: Das Mitteldeutsche Klimabüro bietet Beratung und Informationen zum Klimawandel für den Mitteldeutschen Raum. Das Hauptaugenmerk liegt auf den Bereichen Umwelt, Landnutzung und Gesellschaft und mögliche Anpassungsstrategien.

Norddeutsches Klimabüro: Das Norddeutsche Klimabüro wurde 2006 am GKSS – Institut für Küstenforschung aufgrund einer wachsenden Nachfrage zu Themen bezüglich des Klimawandels eröffnet. Das Ziel der Einrichtung ist die Bereitstellung der Klimaforschung und Klimainformationen in Norddeutschland für die Öffentlichkeit. Der Fokus der Einrichtung liegt in den Bereichen Stürme, Sturmfluten und Seegang und Energie- und Wasserkreisläufe im Norden.

Süddeutsches Klimabüro: Das Süddeutsche Klimabüro setzte sich zum Ziel Informationen zum Klima in Süddeutschland zur Verfügung zu stellen und Antworten zum Klimawandel zu geben. Der Schwerpunkt liegt auf regionalen Klimamodellierungen und Extremwetterereignissen wie Starkniederschlägen und Hochwasser.

 

Kompetenzzentren 

Competence Centre for Climate Change Mitigation and Adaptation (CliMA): Ein 2009 gegründetes Kompetenzzentrum zur Bündelung der Forschungsgebiete und Forschungszentren zu den Themen Klimaschutz und Klimaanpassung. CliMA gliedert sich in die Arbeitsgruppen 

  • Klimaschutz mit dem Schwerpunkt Energieerzeugung und –nutzung 
  • Klimaanpassung in den Bereichen Ressourcen, Planen und Bauen, Mobilität und Tourismus   
  • Gesellschaft mit den Bereichen Recht, Wirtschaft, Psychologie, Soziologie und Politik     
  • Wissensvermittlung und deren exemplarische Umsetzung

Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung (KomPass) im Umweltbundesamt (UBA): Ziel von KomPass ist die Vernetzung von  Fachwissen zu Klimafolgen und Anpassung und die Vermittlung von Fachwissen an Entscheidungsträger sowie die Öffentlichkeit. Auf der Website von KomPass stehen verschiedene Klimaszenarien zum Download zur Verfügung. Ein umfangreicher Projektkatalog Klimafolgen und Anpassung ermöglicht die Recherche nach aktuellen Forschungsaktivitäten in verschiedenen Handlungsfeldern. Vierteljährlich erscheint der KomPass-Newsletter mit aktuellen Informationen zum Bereich Anpassung.

 

Weitere Institutionen

Climate Alliance/ Klima-Bündnis/ Alianza del Clima e.V.: Das Klima-Bündnis ist ein Zusammenschluss aus  1400 Städten, Gemeinden und NGOs mit dem Ziel einer Reduktion der CO2-Emissionen zum Erhalt des globalen Klimas. Es handelt sich dabei um ein Bündnis zwischen europäischen Städten und mit indigenen Völkern der Regenwälder. Die konkreten Maßnahmen setzen sich aus verschiedenen Aktivitäten zum Klimaschutz und dem Erhalt der tropischen Regenwälder zusammen, darunter fallen verschiedene Projekte und Kampagnen.

Integrated Climate System Analysis and Prediction (CliSAP): CliSAP ist ein Exzellenzcluster am Hamburger KlimaCampus. Beteiligt am Cluster sind die Universität Hamburg, das Max-Planck-Institut für Meteorologie, das Institut für Küstenforschung des GKSS-Forschungszentrums und das Deutsche Klimarechenzentrum. Die vier Schwerpunkte sind:

  • Analyse des Klimas
  • Variabilität des Klimas
  • Klima und Mensch
  • Regionale Effekte und Risiken

Forschungsplattform Klimawandel: Unter Einbindung der maßgeblichen Akteure in Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung wurde die Forschungsplattform Klimawandel ins Leben gerufen. Ziel dieser Initiative ist es, die an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen vorhandene Expertise besser zu vernetzen, die Nachwuchsförderung zu koordinieren und zu stärken, die Wettbewerbsfähigkeit von Forschung und Technologieentwicklung und die Attraktivität des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorts nachhaltig zu steigern sowie den Raum Brandenburg-Berlin als Modellregion für das wissenschaftliche Verständnis und den Umgang mit den Folgen des Klimawandels im nationalen und internationalen Kontext zu platzieren. 

Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH: Das Ziel des Wuppertal-Instituts ist die Erforschung und Entwicklung von Leitbildern, Strategien und Instrumenten für die Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung von der internationalen bis zur regionalen Ebene. Die Forschungsgruppe 2 beschäftigt sich mit der Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik.

 

Europa

European Environment Agency (EEA) / Europäische Umweltagentur: Hauptaufgabe der EEA ist fundierte und unabhängige Informationen zur Umwelt in Europa zur Verfügung zu stellen, insbesondere für die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten. Die EEA entwickelt und koordiniert das Europäische Umweltinformations- und Umweltbeobachtungsnetz als Hauptinformationsquelle für Umweltangelegenheiten.

Generalkommission Umwelt der EU (DG Umwelt): Auf der Internetseite der DG Umwelt stehen Hintergrundinformationen zur europäischen Klima- und Klimaanpassungspolitik bereit, darunter auch das Grünbuch (2007) und Weißbuch (2009) zur Anpassung an den Klimawandel.

European Climate Adaption Platform: Die Europäische Umweltagentur (EEA) hat eine neue Website zur Anpassung an den Klimawandel freigeschaltet. Sie soll PolitikerInnen in der EU sowie auf regionaler und lokaler Ebene dabei unterstützen Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel zu entwickeln. Die Website ist Teil der EU-Strategie zur Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels.

 

Globale Ebene

Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC): Der IPCC - getragen von der World Meteorological Organization (WMO) und dem United Nations Environmental Programme (UNEP) - wurde eingerichtet, um Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit objektive Informationen über den Klimawandel zugänglich zu machen. Dafür stellt der IPCC sogenannte Assessment Reports (und weitere Reports) zusammen, in denen der aktuelle Forschungsstand zum Klimawandel und seinen Impakten sowie zur Anpassung zusammengestellt wird. Aktuell liegt der Fourth Assessment Report (2007) vor. Auf der Internetseite des IPCC stehen neben den IPCC-Berichten vielfältige Hintergrundinformationen, frei verfügbare Abbildungen aus den Berichten und weitere Informationen zur Verfügung.

Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP): Das UNEP kümmert sich u.a. um die Zusammenstellung globaler, nationaler und regionaler Daten zur Umwelt mit Schwerpunkt auf Klimaveränderungen. Die Institution entwickelt Instrumente für den Umweltschutz; so wurden viele der heutigen multilateralen Umweltabkommen durch das UNEP mitentwickelt, wie z.B. das IPCC. 

UNFCCC (United Nations Framework Konvention on Climate Change): Der UNFCCC ist ein internationales Umweltabkommen, verabschiedet auf der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro. Weiterhin steht die Bezeichnung auch für das Sekretariat mit Sitz in Bonn, das die Umsetzung begleitet.

 

Weitere Institutionen

Global Environment Facility (GEF): Die GEF ist eine globale Partnerschaft zwischen 178 Staaten, internationalen Institutionen, NGOs und dem Privatsektor um globale Umweltangelegenheiten anzusprechen und nationale Initiativen zur Nachhaltigkeit zu unterstützen. Die GEF stellt Darlehen für Projekte zu den Themen Biodiversität, Klimawandel, internationales Wasser, Landverluste, Ozonschicht und anhaltende Umweltverschmutzung bereit.