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Klimaschutz + Anpassung

Wie kann die Raumordnung zu einer Integration von Klimaschutz und Klimaanpassung beitragen?

Im Umgang mit den Folgen des Klimawandels ist es wichtig, Klimaschutz und Klimaanpassung integrativ zu verfolgen, da die einseitige Betrachtung nur eines dieser beiden Handlungserfordernisse zu unerwünschten Wirkungen bzw. Konflikten zwischen Raumnutzungen führen kann. So können z.B. in vielen Bereichen frühzeitig ergriffene Klimaschutzmaßnahmen später notwendige Anpassungserfordernisse vermindern, (bezogen auf den Umsetzungsaufwand – sei es im Hinblick auf Finanzierung oder neuen Flächenbedarf). Aber auch anders herum sollte dafür Sorge getragen werden, dass Anpassungsmaßnahmen nicht den Zielen des Klimaschutzes entgegenstehen.

Diese Rubrik befasst sich zum einen mit Konflikten, die bei der Integration von Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen entstehen können, denn es erscheint wichtig und notwendig, sich bei bestimmten Maßnahmen darüber bewusst zu werden, dass diese auch negative (räumliche) Auswirkungen haben können. Dies bedeutet für die räumliche Planung zum einen eine neue Herausforderung hinsichtlich ihrer klassischen koordinierenden und vermittelnden Rolle bei Raumnutzungskonflikten, zum anderen, dass sie diese möglichen Konflikte in ihre planerischen Handlungsmöglichkeiten einbezieht. Zum anderen sollte die räumliche Planung auch mögliche Synergien, die sich im Zusammenspiel von Klimaschutz- und -anpassungsmaßnahmen ergeben können, aufdecken und in die Entwicklung von übergeordneten Konzepten einfließen lassen.

Im Folgenden werden einige der wesentlichen „Konflikttypen“ zwischen Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen vorgestellt, wobei, sofern vorhanden, jeweils auch das Potential für Synergien aufgezeigt wird, und es werden Ansätze zur Integration beider Handlungserfordernisse aus aktuellen Forschungsvorhaben genannt.

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