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Klimaschutzziele

Welche Ziele bestehen aktuell zum Klimaschutz?

Da die anthropogen verursachte Erderwärmung nicht mehr vollständige aufgehalten werden kann, wird mittels Obergrenzen für den Temperaturanstieg und die Emissionen von Treibhausgasen versucht, die Temperaturveränderungen auf ein möglichst geringes Niveau zu begrenzen. Hierzu sind in den vergangenen Jahrzehnten internationale Abkommen verabschiedet worden, in denen sich die Politik auf festgelegte Grenzwerte einigte.

Klimaschutzziele in Deutschland

Anrisstext: 
Deutschland strebt in seinem nationalen Klimaschutzprogramm an, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2020 um 40% gegenüber 1990 zu reduzieren. Im Mai 2008 wurde – basierend auf den Eckpunkten für ein Integriertes Energie- und Klimaprogramm (IEKP, 2007) – ein Paket aus 14 Gesetzen und Verordnungen und sieben weiteren Maßnahmen beschlossen.

Durch die Umsetzung des Klimaschutzprogrammes soll Deutschland das selbst gesetzten Ziel erreichen können. Eine Reihe der Inhalte des Programm-Paketes besitzt eine hohe Raumrelevanz, z.B.:

  • Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromproduktion soll von derzeit rund 13% auf mind. 30% gesteigert werden; dabei soll insbesondere die Offshore-Wind-Energie stark ausgebaut werden (für 2030 angestrebter Anteil von 15% am Stromverbrauch).
  • Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Wärmeerzeugung soll 14% betragen.

Die Potenziale zum Umbau der Energieerzeugung in Deutschland sind in der Leitstudie 2008 „Weiterentwicklung der Ausbaustrategie Erneuerbare Energien“, die im Auftrag des Bundesumweltministeriums erarbeitet wurde, dargelegt worden. Vor dem Hintergrund der aktuellen deutschen und europäischen Klimaschutzziele wird in der Untersuchung aufgezeigt, wie die Treibhausgasemissionen in Deutschland bis zum Jahr 2050 auf 20% des Wertes von 1990 gesenkt werden können.

Detaillierte Informationen zu den Klimaschutzzielen und Instrumenten in Deutschland finden sich

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Globale und europäische Ebene

Anrisstext: 
Der Klimaschutz ist mittlerweile auf allen politischen Ebenen als wichtiges Aufgabenfeld erkannt und in verbindlichen Klimaschutzzielen verankert worden. Den internationalen Rahmen bildet das 2005 in Kraft getretene Kyoto-Protokoll – verabschiedet auf der dritten „Conference of the Parties (COP)“ in Kyoto – welches für die Unterzeichnerstaaten unterschiedliche Reduktionsziele fixiert.

Die Verhandlungen über ein Nachfolgeabkommen zum Kyoto-Protokoll auf der 15. Weltklimakonferenz (COP) in Kopenhagen Ende 2009 verliefen ohne durchschlagendes Ergebnis. Eine Einigung soll nun im Jahr 2010 auf Konferenzen in Mexico City und Bonn erzielt werden.

Deutschland ist allerdings auf einem guten Weg, die im Kyoto-Protokoll für den Zeitraum 1990 bis 2012 vereinbarte Reduktion seiner Treibhausgasemissionen um 21% zu erfüllen. Im Jahr 2006 betrug die deutsche Minderungsquote 18,5%. Darüber hinaus hat die Bundesregierung zugesagt, die Emission von Treibhausgasen bis 2020 um insgesamt 40% (bezogen auf 1990) zu reduzieren, sofern die EU-Staaten einer Reduzierung der europäischen Emissionen um 30 % im gleichen Zeitraum zustimmen würden.

Detaillierte Informationen zum Klimaschutz auf internationaler Ebene finden sich z.B. auf der Internetseite des Bundesumweltministeriums.

Informationen zum aktuellen Stand der Treibhausgasemissionen in den einzelnen EU-Ländern finden sich übersichtlich dargestellt und nach verschiedenen Fragestellungen recherchierbar auf der Internetseite der Europäischen Umweltagentur (EEA). Die Daten der EEA zu den Treibhausgasemissionen in Europa werden jährlich in einem ausführlichen Report veröffentlicht, zuletzt im Mai 2009: „Annual European Community greenhouse gas inventory 1990–2007 and inventory report 2009“.

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